Zurück aus Thailand

Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, täglich einen Blogeintrag zu verfassen. Jedoch war die Versuchung einfach zu groß, zwei Wochen auf das geliebte Internet zu verzichten… Keine nervigen E-Mails und nörgelnde Kunden – unbezahlbar 😉

Jedenfalls versuche ich nun, ein paar Einträge nachzuholen und fange am Besten gleich damit an.
Okay, der erste Eintrag hörte mit unserem Hotel auf, zu dem ich noch eine Kleinigkeit anmerken muss. Wer nach Bangkok geht und in der Nähe der Khaosan Road unterkommen möchte, dem empfehle ich das Thai Cozy House. Es befindet sich rund 2-3 Minuten entfernt von der legendären Khaosan Road und bietet ein perfekte Preis- Leistungsverhältnis. Unser Doppelzimmer kostete knapp 14€ (sprich 7€ pro Person) pro Nacht, inklusive Frühstück und einem sehr netten Service. Da kann man auch mal ein Auge zudrücken, wenn das Zimmer keine Fenster hat 😉
Aber letztendlich ist man sowieso nur zum Schlafen im Zimmer, also wer braucht schon ein Fenster ;-)?

Nachdem wir also unser kleines Basislager im Thai Cozy House aufgeschlagen hatten, ging es sofort auf die Khaosan Road, man muss ja schließlich etwas essen.
Die Auswahl ist groß, letztendlich besteht die oben genannte Straße fast ausschließlich aus Restaurants und Bars.
Ein nettes Restaurant war schnell gefunden, die Preise waren okay. Rund 2€ für ein wirklich leckeres Essen, die Cola lag bei teuren 50 Cent, hier lässt es sich aushalten 😉
Weniger lustig war jedoch meine erste Nahtoterfahrung in Thailand. Regel Nummer 1 für alle Thailandurlauber: Esse NIEMALS etwas, was du in Deutschland noch nicht gesehen hast.
Dieses rote, pepperoniähnliche Dingens auf meinem Teller war aber einfach zu verlockend. Tja und ich tat in dem Moment einfach das Selbe, was Juck Norris auch tun würde. Ich hab dieses Teil gegessen und ging durch die Hölle!
Mein Gegenüber fand’s lustig, ich jedoch nicht wirklich. Kurz 1,5 Liter Wasser runtergezogen und der Reis war danach auch weg.
Irgendwie heißt es ja immer, Wasser würde nicht helfen, aber das Wasser hat verdammt  geholfen. Okay, ich dachte ich sterbe, aber es war mir eine Lehre für den restlichen Urlaub und ich hatte danach auch nie wieder Probleme mit dem Essen 😉

Der erste Abend ging dann auch relativ schnell zu ende, letztendlich steckte der anstrengende Flug tief in den Knochen. Die Khaosan Road läuft uns ja nicht weg…

Für den nächsten Tag hatten wir uns einiges vorgenommen. Wir musste noch die Reise nach Ko Samui planen und ein wenig Shoppen stand auch auf dem Plan. Letzteres war zumindest für meine Reisepartnerin äußerst wichtig, da kurz vor dem Abflug in Frankfurt die Digicam den Geist aufgegeben hat.
Schneller als gedacht buchten wir dann auch schon die Reise nach Ko Samui. Eine 10 stündige Busfahrt, anschließend noch 3 Stunden mit dem Schiff und das Ganze für 50€ pro Person hin und zurück – da kann man nichts sagen. Anschließend ging es dann noch zum oben genannten Shoppingmarathon (Das Siam Paragon ist wirklich ein erstklassiges Einkaufszentrum!) und am selben Tag Abends ging dann auch schon die lange Reise nach Ko Samui los. Diese war aber überraschend angenehm. Eigentlich wollten wir mit dem Zug fahren, jedoch waren alle Züge (hies es zumindest) ausgebucht, aber der Bus war auch in Ordnung. Klimatisiert und es liefen Filme a la Sin City, Tränen der Sonne, Ghost Rider etc. Da haben sich die Thais viel Mühe gegeben;-)

Wie gesagt, die Reise war okay und auch nicht sooo anstrengend. Ist man erst einmal einen 12 stündigen Flug gewöhnt, macht einem so eine Busfahrt auch nichts mehr aus. Auf Ko Samui angekommen fanden wir relativ schnell einen schönen Bungalow, der sich so gut wie am Strand befandt (eine Minute zu Fuß).
Abgesehen von ein paar Spatziergängen, konnte wir den Strand jedoch nicht wirklich nutzen, die Regenzeit macht’s möglich. War das Wetter okay, waren wir meistens auf einer Inseltour oder in der Stadt, waren wir am Strand war meistens das Wetter „weltuntergangsähnlich“.
Aber wir konnten uns auf der Insel auch so die Zeit vertreiben. Highlight war sicherlich die Inseltour, auf der es von Affen über Elefanten bis zu einer Reisplantage samt Wasserfall alles zu sehen gab. Am darauf folgenden Tag besuchten wir außerdem noch eine Tigershow, sehr genial 😉
Grundsätzlich stand auf Ko Samui aber die Entspannung im Vordergrund, weshalb wir uns auch einmal eine klassische Thai Massage gönnten.
(wirklich sehr empfehlenswert, auch wenn’s manchmal total weh tut^^)

Nach ein paar Tagen waren wir jedoch leicht genervt von der Insel. Letztendlich hatte uns die Regenzeit doch einen, wenn auch kleinen, Strich durch die Rechnung gemacht. Erstaunlicherweiße hat uns Bangkok aber so gut gefallen (dies hat uns kein Einheimischer oder Tourist geglaubt), dass wir wieder zurück in die Stadt der Engel fuhren und dort knapp eine Woche verbrachten.
Es stand also wieder eine Bus- und Bootsfahrt an. 10 Stunden Bus, 3 Stunden Schiff, das geht doch irgendwann an die Substanz. Aber letztendlich waren wir beide so kaputt und gestresst, dass wir fast die komplette Strecke geschlafen haben. Also wachten wir morgens gegen 7 Uhr auf und wurden samt Gepäck aus dem Bus geworfen. Völlig verpennt mussten wir uns erst einmal wieder halbwegs orientieren und sind dann in irgendeinem Hotel gelandet. Die Gegend war jedoch so ruhig, dass wir am darauf folgenden Tag wieder in unsere erste Bleibe in der Nähe der Khaosan Road umzogen – war halt doch schöner, als zuerst angenommen ;-).

Die restlichen Tage nutzten wir, um ein paar Sehenswürdigkeiten Bangkoks anzusehen, die Abende wurden meist auf der Khaosan Road verbracht. Krass war letztendlich Halloween, ein „Feiertag“ der in Thailand sehr ausgiebig gefeiert wird.
Da Halloween scheinbar sponsert by Bacardi war, kann man sich den körperlichen Zustand der Leute sicherlich vorstellen. Seehr lustig 😉

Ansonsten haben wir noch die üblichen Sehenswürdigkeiten von Bangkok abgeklappert und nach knapp einer Woche ging es dann, zumindest für mich, wieder zurück ins kalte Deutschland.
Aber wer weiß, vielleicht war es ja nicht mein letzter „Urlaub“ in Thailand 😉

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