Phantom-Pixel: Was bringt's?

Eigentlich handelt es sich hierbei um eine recht banale Technik, die ich neulich einmal getestet habe. In einem Grafik Programm seiner Wahl erstellt man eine 1 x 1 Pixel große Grafik, welche transparent ist. Hierfür sollte man die Dateiendung .gif nehmen, da einem transparente PNG Dateien im Internet Explorer 6 Probleme bereiten. Und sofern möglich wollen wir ja eine halbwegs akzeptable Abwärtskompatibilität.

Ist die 1 x 1 Pixel große Grafik erstellt, sollte die Grafik relativ weit oben im <body> Tag eingebunden werden. Anschließend bekommt die Grafik noch ein ALT sowie TITLE Tag, welche mit Keywords gefüllt werden. Der Grafik selbst sollte man im HTML Code keine Breite und Höhe zuweisen.

Zumindest handelt es sich hierbei um einen Trick, über den ich neulich gestolpert bin. An sich klingt die Vorgehensweise recht vernünftig, denn Google analysiert auch die Bilder und die dort vergebenen TITLE und ALT Tags. So wie ich es aber sehe, erkennt Google den Schwindel relativ schnell, auch wenn man, wie oben erwähnt, auf die WIDTH und HEIGHT Angabe verzichtet. Denn die von mir verwendeten Inhalte in den Tags wurden bis heute nicht in den Google Index aufgenommen. Schade, aber es hätte klappen können 😉

10 thoughts on “Phantom-Pixel: Was bringt's?

  1. Sorry, aber jede Art von Suchmaschinenbetrug ist wenn überhaupt, dann nur kurzfristig erfolgreich. Und als Ergebnis fliegt man potentiell aus deren Index.

    Allein die Tatsache, dass Du als Vertreter von ITABS solche Praktiken öffentlich in Betracht ziehst, wäre für mich ein KO-Kriterium, bei ITABS eine Webseite erstellen zu lassen.

    Wenn Du geschrieben hättest, soll man aus diesen und jenen Gründen nicht nutzen, okay, aber dieses „schade“ heißt doch, dass Du gerne Google und Co ausgetrickst hättest … wirkt auf mich nicht sehr seriös, wenn’s um SEO geht.

  2. Hallo Kim,

    erstens musst du unterscheiden, dass es sich hierbei um ein privates Blog handelt. Dies hat in erster Linie nichts, aber auch rein gar nichts mit meiner Arbeit zu tun. Dafür gibt’s das Corporate Blog unter blogtabs.de.

    Zweitens geht es nicht um’s austrickens sondern um das Verstehen von Google. Und hierfür müssen auch gewissen Dinge getestet werden. Denn wenn man halbwegs versteh wie Google funktioniert, kann man auch die Seiten entsprechend optimiert gestalten. Wo dort der Betrug sein soll verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Eine suchmaschinenoptimierter Website ist heute wichtiger denn je.

    Aber nun gut, man erkennt deine Tendenzen schon seit deinen letzten Beiträgen 😉

  3. Der Punkt ist, dass Du zum Beispiel schreibst: „An sich klingt die Vorgehensweise recht vernünftig“ … und genau das, nämlich vernünftig, ist es überhaupt nicht.

    Mit der wichtigste Grundsatz bei SEO ist, dass eine Seite, die für Menschen gut gebaut ist, auch gut für Suchmaschinen ist. Wozu soll bitte ein 1×1 Pixel großes, transparentes Bild für den User gut sein?

    Und damit ist das Verfahren *eigentlich* schon zum Scheitern verurteilt, aber nun ja, wer’s halt so nicht schafft, versucht es eben mal mit solchen Mittelchen … die Tendenz ist ja zu erkennen 😉

  4. Ich weiß ja nicht wie du deine Erkenntnisse sammelst, aber ich teste gewisse Dinge bevor ich etwas realisiere.

    Denn wenn man nun beispielsweise die Information hat, dass eine 1 x 1 Pixel große Grafik gar keine Auswirkung auf die Position innerhalb von Google hat, eine große Grafik hingegen schon sieht die Sache ja schon mal ganz anders aus. Dann macht es unter Umständen auch Sinn eine große Grafik auf die Website zu setzen, wo du früher vielleicht eine kleine hast. Das macht aber für den Benutzer nicht zwangsläufig ein Unterschied, denn vorher waren die Informationen möglicherweise genau so leicht zu erhalten.

    Daher finde ich es eher unverantwortlich einfach nur zu sagen, ich erstelle die Website so dass sie für Menschen gut zu nutzen ist und null Gewichtung auf die suchmaschinenfreundlichkeit zu legen.

  5. 1. Um mal Google zu zitieren: „Erstellen Sie Seiten in erster Linie für Nutzer, nicht für Suchmaschinen“. Aus den Google-Richtlinien für Webmaster, zu finden unter http://www.google.com/support/webmasters/bin/answer.py?hl=de&answer=35769

    2. Um noch mal Google zu zitieren: „Vermeiden Sie Tricks, die das Suchmaschinen-Ranking verbessern sollen. Beachten Sie die folgende Regel: Sie sollten kein schlechtes Gefühl haben, wenn Sie den Inhabern einer konkurrierenden Website Ihre Vorgehensweise erklären müssten. Eine weitere hilfreiche Frage lautet: „Nutzt dies den Besuchern meiner Website? Würde ich das auch tun, wenn es keine Suchmaschinen gäbe?““

    Gerade die letzte Frage kann man bei einem 1×1-transparenten Pixel wohl mit „Nein“ beantworten.

    Fazit: Natürlich muss man auch mal Dinge ausprobieren, aber DAS ist doch eher unteres Niveau bei SEO … und dass es von Google nicht ach wie toll bewertet wird, hätte man auch ohne ausprobieren bereits oben genanntem Link entnehmen können …

    Und zum Thema „finde ich es eher unverantwortlich einfach nur zu sagen, ich erstelle die Website so dass sie für Menschen gut zu nutzen ist und null Gewichtung auf die suchmaschinenfreundlichkeit zu legen“, darum geht’s nicht. Aber der Mensch hat die höhere Priorität als die Suchmaschine, und Tricks, die ausschließlich das Suchmaschinenranking beeinflussen sollen, sind nun mal nicht nur bei Google schlecht angesehen.

  6. Warum habe ich nur das Gefühl, dass wir uns im Kreis drehen?

    Es ging primär nicht darum, dass der Phantom Pixel ach wie toll bewertet wird, es ging erst einmal darum, OB er überhaupt bewertet wird. Denn dies wiederum lässt darauf schließen, ob Google die Größe von Bildern entsprechend gewichtet auch wenn diese nicht im HTML Code vermerkt ist. Sprich ob Google wirklich nur stupide im HTML Code schaut wie groß ein Bild ist, oder ob die Grafik an sich ausgelesen wird.

    So, und letztendlich kommen wir dann zur SuchmaschinenOPTIMIERUNG. Grundsätzlich erstellt man eine Website erst einmal so, dass Sie dem Kunden gefällt (in diesem Fall, dass Sie mir gefällt). Anschließend schaut man, dass die Seite auch für andere User gut zu benutzen ist (Stichwort Usability). Und dann wird optimiert. Sprich man klatscht die Seite nicht mit dirty SEO Tricks zu, schaut aber natürlich die Bereiche an die optimiert werden können.

    Natürlich findet es Google nicht schön, dass man manipuliert. Aber es geht in erster Linie nicht um Manipulation sondern um die Optimierung. Und wenn man beispielsweise Listen bei einer Aufzählung nutzt, statt die Links in einen Fließtext zu schreiben handelt es sich dann auch um Manipulation. Oder die Verwendung von Überschriften ( Tags) anstelle von per CSS formatierten Klassen? Denn ich kann etwas fett schreiben, in dem ich < b > TAGS nutze oder in dem ich eine CSS Klasse namens „fettgedruckt“ erstelle und den Text so formatiere. Ist für Google auch ein Unterschied wie Tag und Nacht und das soll dann Manipulation sein?

    Und um es nochmals auf den Punkt zu bringen. Bei dem Phantom Pixel ging es um das grundsätzliche Verhalten von Google gegenüber Grafiken.

  7. Ja, wir drehen uns im Kreis. Was Google zu dem Phantom-Pixel bereits in ihren Richtlinien sagt, habe ich geschrieben, mehr gibt’s dazu nicht zu sagen. Wenn jemand meint, es trotzdem machen zu müssen, bitte.

    Übrigens, nur mal so als Anregung … statt mir über so einen Quatsch wie 1×1-Pixel Gedanken zu machen, würde ich erst mal den HTML-Quellcode sauber gestalten … der hat nämlich GARANTIERT größeren Einfluss auf die Position als diese überflüssige Grafik …

    Und wenn ich mir da z.B. mal http://www.alexander-steireif.com im Validator angucke … aua (135 Fehler, 13 Warnungen) … siehe http://validator.w3.org/check?uri=http%3A%2F%2Fwww.alexander-steireif.com%2F&charset=%28detect+automatically%29&doctype=Inline&group=0&user-agent=W3C_Validator%2F1.591

    Ach ja, und zum Schluss noch wegen Deinem Beispiel mit dem -Tag … genau das ist z.B. auch so was, was man nicht machen soll, da es keine logische, sondern eine physische Auszeichnung ist.

    Aber wem sag ich das …

  8. Hallo,

    nochmals eine kurze Info zu den W3C Fehlern. Ich weiß ja nicht wem der extrem große WordPress Banner (ganz unten) aufgefallen ist, aber ich setze hier bei meinem Blog auf WordPress. Auch das Design ist nicht von mir erstellt. Das sind eigentlich die beiden Hauptgründe, weshalb ich mich nicht um die W3C Geschichte gekümmert habe… Ja ich weiß, ich geh jetzt erst mal auf die Treppe der Sünde (oder wie es die Super Nanny auch immer nennen würde) und denke über das nach, was ich schlimmes getan habe.

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