Magento + Data Feed Manager = Multi-Channel – Teil 1

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In dem folgenden Beitrag geht es um die Nutzung des Wyomind Data Feed Managers für die Generierung von Datenfeeds für Preissuchmaschinen, Preisportale & Co. Aufgrund des Umfangs des Artikels habe ich mich dazu entschlossen, diesen in mehrere Teile zu untergliedern:

Gliederung

Los geht’s mit Teil 1 😉

Installation des Wyomind Data Feed Managers

Eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Online-Shop ist der Traffic. Kommen keine Besucher auf Deinen Shop, kann dieser noch so gut gestaltet und auf Usability optimiert sein. Es wird nicht’s helfen und die Umsätze bleiben hinter Deinen Erwartungen zurück. Aus diesem Grund ist es enorm wichtig, dass Du jede Menge Traffic generierst und möglichst viele Besucher auf Dein System bringst.

Um dieses Ziel zu erreichen gibt es viele Wege und Möglichkeiten. Oftmals fallen in diesem Kontext sofort die Begriffe SEO (also organische Suchmaschinenoptimierung) und SEA (sprich AdWords). Beides sind Wege und Möglichkeiten, die zum Marketing-Mix gehören. Speziell SEA schlägt jedoch erfahrungsgemäß stark auf das Budget durch und bei der organischen Suchmaschinenoptimierung handelt es sich viel mehr um einen langfristigen Prozess, den man sicherlich gehen muss, es aber keine schnellen und vorzeigbaren Ergebnisse gibt.

Ergänzend zu diesen beiden Möglichkeiten kannst Du als Shop-Betreiber auch ganz „klassisch“ Multichannel-Marketing machen. Kurzum gesagt nimmst Du Deinen Produktkatalog, exportierst diesen zu anderen Plattformen und wirst dann über diese Plattformen gefunden. Ein einfaches Beispiel für Multichannel-Marketing sind Preissuchmaschinen (billiger.de, guenstiger.de), je nach Branche gibt es aber auch Portale (die im Vergleich zu Preissuchmaschinen nicht auf „billig“ getrimmt sind), auf denen Du Deine Produkte veröffentlichen kannst. Oftmals, man muss dies natürlich von Fall zu Fall individuell betrachten, ist der Traffic den Du über solche Plattformen generierst wesentlich günstiger als beispielsweise über AdWords Kampagnen. Zusätzlich, es kommt wieder auf den einzelnen Fall an, ist der Traffic „besser“, da man eben direkt die Personen abholt die nach einem bestimmten Produkt suchen und dieses kaufen möchten.

Kurzum gesagt macht für Dich als Shop-Betreiber eine Multichannel-Marketing-Strategie definitiv Sinn und mit Magento ist dies zusätzlich sehr leicht zu realisieren. Aus diesem Grund möchte ich Dir heute eine Magento Extension vorstellen, mit deren Hilfe Du die besagten Datenfeeds enorm einfach entwickeln kannst, ohne dass man hierfür selbst programmieren oder großartig Hand anlegen muss.

Am Ende des Tages geht es bei den Datenfeeds, die Du Plattformen wie guenstiger.de oder billiger.de bereitstellen musst, immer darum, einen sauber strukturierten Produktdatenexport bereitzustellen. Diesen Datenexport kannst Du natürlich in Form einer eigenen Erweiterung selbst entwickeln, oder aber Du nutzt die Magento Extension Data Feed Manager von wymoind. Ich kann mich mittlerweile nicht mehr daran erinnern, wie oft ich diese Erweiterung gekauft und in Projekten eingesetzt habe, einfach aus dem Grund da sie „funktioniert“. Das ist nicht nur im funktionalen Sinne gemeint (wäre für eine kostenpflichtige Extension fatal, wenn diese voller Fehler wäre), aber das Handling dieser Erweiterung ist enorm einfach. Genau das möchte ich Dir im folgenden Beitrag nun im Detail zeigen!

Starten wir mit der Installation und Konfiguration des Data Feed Managers. Da es sich um eine kostenpflichtige Extension für Magento handelt, musst Du im ersten Schritt die Extension kaufen. Besuche hierfür die offizielle Website unter https://www.wyomind.com/data-feed-manager-magento.html und klicke links auf buy now. Anschließend wirst Du gefragt wie viele Lizenzen du benötigst, ob Du einen Installationsservice benötigst und welche Supportlaufzeit Du bevorzugst. In der günstigsten Variante liegst Du bei der Extension bei 95€, durch die besagten Addons kann sich der Preis erhöhen, aber ganz ehrlich: Einen Installationsservice benötigt man eigentlich nicht und die Default-Supportlaufzeit ist meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung.

Der Kaufprozess ist einfach und übersichtlich gehalten

Der Kaufprozess ist einfach und übersichtlich gehalten

 

Im günstigsten Fall schlägt die Extension mit 95€ zu Buche. Das ist, nur um es der Vollständigkeit halber erwähnt zu haben, eine enorm günstige Lösung, da dies ungefähr dem Stundensatz einer Magento Agentur entspricht und was soll diese in einer Stunde in Sachen Datenfeedgenerierung bzw. Export großartig machen? Im Vergleich zu einer Eigenentwicklung sparst Du sicherlich einige hundert wenn nicht tausend Euro. Daher gibt’s bei dieser Extension von mir schon einmal im Voraus einen großen, dicken Pluspunkt allein wegen der Kosten-/Nutzen-Situation.

Um den Kaufprozess abzuschließen musst Du im nächsten Schritt noch Deine hinterlegen (Anschrift, Kontaktdaten) und kannst die Extension per PayPal bezahlen. Das geht dann recht flott und Du solltest genau so flott per E-Mail die Zugangsdaten und Informationen zum Download erhalten.

Nachdem Du die Magento Extension heruntergeladen hast, musst Du anschließend das Zip-Archiv entpacken und solltest eine Ansicht, exakt wie im folgenden Screenshot, vorfinden.

Bildschirmfoto 2015-11-13 um 07.36.15

Das Archiv besteht insgesamt aus drei Unterverzeichnissen

 

Insgesamt besteht das Archiv aus drei Unterverzeichnissen namens app, lib und skin. Diese drei Verzeichnisse lädst Du im nächsten Schritt per FTP oder SSH in das Hauptverzeichnis Deiner Magento Installation, sprich in das Verzeichnis in dem auch bereits schon ein app, lib und skin Ordner vorhanden ist. Sobald Du alle Dateien hochgeladen hast, ist auch schon der komplizierteste Teil erledigt.

Melde Dich jetzt in Deinem Magento Administrationsbereich (Backend) an und leere, sofern dieser aktiv ist, den Cache. Der Data Feed Manager begrüßt Dich daraufhin mit einer Meldung im Kopfbereich des Magento Administrationsbereiches und weißt auf eine fehlende Aktivierung der Extension hin. Da es sich um eine kostenpflichtige Magento Extension handelt, hat man speziell beim Data Feed Manager immer dieses kleine „Aktivierungsspielchen“, da die Lizenz an die Domain gebunden ist.

Um die Extension zu aktivieren klicke im Magento Administrationsbereich auf System -> Konfiguration. Jetzt bist du in der allgemeinen Konfigurationsansicht Deines Magento-Stores. Im linken Bereich der Ansicht gibt es ganz unten zwei neue Menüpunkte von Wyomind, den Notification Manager und den Data Feed Manager. Ersterer Eintrag interessiert uns an dieser Stelle nicht, klicke daher auf den Menüpunkt Data Feed Manager.

Du hast bei der Aktivierung zwei Möglichkeiten, entweder Remote oder nicht Remote. Die Remote Aktivierung ist jedoch die einfacherer Variante, da Du nur deinen Activation Key (hast Du von Wyomind erhalten, kannst Du aber auch nochmals einsehen wenn Du Dich auf der Wyomind Seite anmeldest) eingeben musst.

Für die Aktivierung gibt es zwei unterschiedliche Wege

Für die Aktivierung gibt es zwei unterschiedliche Wege

 

Wenn Du daher den schnellen Weg möchtest, gib einfach den Activation Key ein und stelle die Remote Activation auf „Ja“. Wenn Du anschließend die Konfiguration speicherst, wird deine Lizenz aktiviert. Wenn du keine Remote Activation möchtest, gib auch hier den Activation Key ein und stelle Remote acitvation auf „nein“. Nachdem Du die Konfiguration speicherst, wirst Du auf die Wyomind Seite geführt und erhältst dort den „License Code“. Diese musst Du anschließend in der bereits bekannten Aktivierungsansicht eingeben und die Konfiguration erneut speichern.

Sofern alles geklappt hat siehst Du eine entsprechende Meldung in Deinem Magento Backend und die am oberen Bildschirmrand klebende Aktivierungsmeldung verschwindet.

Da wir uns aktuell in der Aktivierungsansicht aufhalten: Dieser Menüpunkt ist gleichzeitig deine zentrale Konfigurationsansicht für den Data Feed Manager. Im Punkt Cron job reporting hast Du die Möglichkeit eine E-Mail Adresse zu hinterlegen und das Reporting zu aktivieren. Zugegebenermaßen ist das recht unspektakulär, aktivierst Du diese Option erhältst Du eben eine E-Mail wenn Feeds erstellt wurden bzw. es Probleme gab. Für’s Gewissen kann man das Reporting daher aktivieren, jedoch erzeugt es im besten Fall einfach nur unnötige E-Mails die Deinen Posteingang vollspamen.

Wesentlich interessanter ist die danach folgende Optionsbox namens Core setting. Denn in den Core Settings kannst Du tatsächlich relevante Konfigurationsoptionen modifizieren. Da die Optionen und Möglichkeiten ein wenig kryptisch wirken, möchte ich Dir an dieser Stelle einen Überblick geben, was denn die Optionen genau bedeuten:

  • Items in preview
    => Es gibt später für jeden Datenfeed eine Vorschau, hier kannst Du definieren wie viele Produkte in der Vorschau dargestellt werden sollen
  • Items in buffer
    => Offen gesagt: keine Ahnung. Hat wohl etwas damit zu tun, wie viele Einträge intern vorgehalten werden 😉
  • Items in each MySql query
    => Dieser Punkt ist spannend, denn wenn Dein System etwas schwach auf der Brust ist, kann es Sinn machen die Anzahl der Abfragen pro Query zu reduzieren. Standardmäßig kannst Du den Default Wert jedoch belassen
  • Number of advanced filters
    => Wie viele erweiterte Filtermöglichkeiten bei der Feederstellung dargestellt werden sollen
  • Include disabled products
    => Möchtest Du deaktivierte Produkte ebenfalls exportieren? Standardmäßig steht die Option auf Nein, da Du ja die Produkte nicht zum Spaß deaktivierst 😉
  • Use of OR/AND statements in advanced filters
    => Möchtest du Verknüpfungen (OR / AND) in den erweiterten Filtern aktivieren oder nicht?
  • Use canonical urls
    => Dieser Punkt ist interessant, da es um die Canonical URL also Produkt-URL geht. Hier kannst Du definieren welche URL (ein Produkt hat in der Regel mehr als eine URL) exportiert werden soll.
  • Include not in menu categories
    => In Magento kannst Du definieren ob eine Kategorie in der Navigation erscheint, in diesem Punkt geht es letztendlich darum ob Du Kategorien die in der Navigation nicht sichtbar sind, mit einbeziehen möchtest
  • Use configurable product categories instead of the child product categories
    => Das Mantelprodukt (das konfigurierbare) ist in einer anderen Kategorie als die Kinder (Simple Products), auf was beziehen sich nun die Kategorieeinschränkungen beim Export? Das kannst Du an dieser Stelle bestimmen
  • Php memory limit
    => Welches Memory Limit hat die Extension (je höher desto besser, da doch der Datenexport sehr rechenintensiv ist)
  • Allow trans-domain import/export
    => Hier geht es um den Export bzw. Import der Templates (sehen wir später)
  • Enable log file
    => Möchtest Du, dass ein Logfile geschrieben wird? Bei Fehlern zum Debuggen macht das Sinn, ansonsten „müllt“ es Dir nur Dein System voll.

Die gute Nachricht vorweg: Auch wenn Du eine Hülle und Fülle an Konfigurationsmöglichkeiten hast, kannst Du diese eigentlich ignorieren. Denn im Standard ist die Extension so eingestellt, dass Du keine Anpassung vornehmen musst. Erst wenn es zu Problemen kommt, hast Du hier die Möglichkeit einzugreifen und das Problem durch eine Konfigurationsanpassung zu lösen. Daher kannst Du eigentlich den Konfigurationsbereich ohne ein schlechtes Gewissen ignorieren.

Das war’s dann auch schon. Der Data Feed Manager ist installiert und bereit für die Anlage der Datenfeeds. Mehr hierzu erfährst Du in Teil 2 dieser Blogserie mit dem Titel Thema Magento + Data Feed Manager = Multi-Channel.

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