London – Auf den Spuren von Jack the Ripper

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Wenn man sich in London die Zeit mit etwas Sightseeing vertreiben möchte, hat man fast unendlich viele Möglichkeiten. Neben den „klassischen“ Sehenswürdigkeiten wie der Westminster Abbey, Big Ben, dem London Eye, St Paul’s Cathedral gibt es zusätzlich eine Vielzahl an Touren bzw. Führungen durch die Stadt. Langweilig kann es einem in dieser Stadt also gar nicht werden!

Das klassische Touristenprogramm habe ich mit meiner Freundin mittlerweile schon komplett abgefrühstückt, weswegen wir uns bei unserem letzten London Trip zum ersten Mal für eine Stadtführung angemeldet haben. Aber keine klassische Stadtführung, denn das wäre vielleicht doch etwas langweilig. Nein, wir sind gleich aufs Ganze gegangen und haben die Jack The Ripper Tour gebucht.

Sollte man Jack the Ripper nicht kennen – ein ziemlich verspulter Typ der innerhalb weniger Wochen einige Frauen ermordet hat und nie gefasst wurde. Dementsprechend ist die ganze Sache recht interessant, gerade auch wenn man bedenkt dass die Taten mittlerweile 150 Jahre zurückliegen und es immer noch Leute gibt die versuchen herauszufinden wer Jack the Ripper war.

Vorweg sei gesagt, dass es mehrere Anbieter gibt die solche Jack The Ripper Führungen anbieten. Wir hatten uns für diese entschieden, da die Bewertungen hervorragend sind (122 Bewertungen mit 4,5 von 5 Sterne), der Preis sehr sportlich ist (14€ pro Person) und die Führung auch nicht all zu lange geht (1,5 Stunden).

Damals weniger lustig - Hier hat der Ripper zugeschlagen

Damals weniger lustig – Hier hat der Ripper zugeschlagen

Nun aber zur Führung selbst! Gestartet wird an der Tube Station Tower Hill. Dort muss man einen kleinen Souvenirladen aufsuchen und wird dort von seinem persönlichen Guide begrüßt. Persönlich ist dabei auch gar nicht übertrieben, bei unserer Führung waren wir insgesamt zu 6. D.h. die Führung hat doch einen ziemlich persönlichen Charakter. Man tummelt sich also nicht in einer großen Gruppe und wird durch die Stadt gepeitscht, sondern bekommt eine ganz individuelle Führung. Das war schonmal ziemlich cool, bedenkt man auch den sehr günstigen Preis! Als Führer hatten wir ein ziemlich lustiges Kerlchen, der von sich behauptet hauptberuflich etwas „geschichtliches“ zu tun. Was genau das bedeutet kam nicht so richtig rüber, aber er beschäftigt sich wohl seit Jahrzehnten mit den Verbrechen von Jack the Ripper und steckt dadurch ziemlich tief in der ganzen Materie drin. Hat man gemerkt von daher haben wir ihm auch die Story er mache das hauptberuflich abgenommen 😉

Randnotiz: Speziell wenn man sich im Vorfeld die Frage stellt, ob man inhaltlich und sprachlich mitkommt, sollte man sich bei dieser Führung gar keine Gedanken machen. Super verständliches Englisch, kein Slang. Der Guide nimmt hier schon ein wenig Rücksicht.

Die Gegend sieht noch fast so aus wie zu den Zeiten von Jack the Ripper

Die Gegend sieht noch fast so aus wie zu den Zeiten von Jack the Ripper

Nachdem sich alle Touris an dem Souvenirladen eingefunden haben, ging die Führung los. Man stiefelt von Tower Hill ins East End und stoppt an den Stelle, an denen Jack the Ripper damals zugeschlagen (oder besser gesagt gestochen 😉 hat. Auf dem Weg zu den verschiedenen Tatorten bzw. Jack the Ripper Hot Spots sieht erhält man zusätzlich ganz neue Eindrücke von der Stadt. Man geht schließlich nicht nur durch die „großen“ Straßen, sondern nimmt die eine oder andere Abkürzung durch ein paar verwinkeltere Ecken von London. Da Jack the Ripper in einem recht überschaubaren Radius zugeschlagen hat, ist die Strecke die man zurücklegt recht überschaubar. Ist man erst einmal im East End angekommen, hat Jack the Ripper in einem recht begrenzten Radius gewütet. Als ob er geahnt hätte, dass 150 Jahre später Leute seine Wege ablaufen müssen …

Mit der kleinen Gruppe auf dem Weg durchs East End

Mit der kleinen Gruppe auf dem Weg durchs East End

Auf dem Weg und an den verschiedenen Orten bekommt man die gesamte Ripper Story von Anfang an erzählt. Wer wurde umgebracht, was haben die Frauen so getrieben und vor allem wie hingen die Opfer untereinander zusammen. Man muss praktisch keinerlei Vorkenntnisse haben und weiß danach genau was Sache ist und warum auch die Geschichte eigentlich so interessant ist.

Zu guter letzt gab’s noch eine interessante Verschwörungstheorie von unserem enthusiastischen Stadtführer, die zwar auf der einen Seite schon recht plausibel, auf der anderen Seite aber auch etwas merkwürdig ist. Aber egal, die Verschwörungstheorie kann man sich auch einfach in Form eines Films anschauen, denn diese deckt sich 1:1 mit der Handlung des Films „From Hell„, einem Film über Jack the Ripper mit Johnny Depp in der Hauptrolle.

Fazit: Lohnt sich die Jack the Ripper Tour? Definitiv! Ehrlicherweise muss man aber sagen, sollte man zum ersten mal in London sein würde ich die Stadtführung nicht empfehlen. Denn beim ersten Besuch in der Stadt gibt es einfach viel interessantere Sehenswürdigkeiten, die man sich anschauen sollte. Ist man hingegen öfters in London, so ist die Jack the Ripper Stadtführung ein sehr spannender und informativer Zeitvertreib. Ein, Vorsicht Wortspiel, Abstecher zur Jack the Ripper Tour lohnt sich definitiv!

Link zur Stadtführung: http://www.getyourguide.de/london-l57/jack-the-ripper-rundgang-durch-london-t6005/

 

 

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