Cloudways – Modernes Hosting für Magento – Teil 2

StartMagento & E-Commerce BlogMagentoCloudways – Modernes Hosting für Magento – Teil 2

Klassischer Webspace, ein vServer oder doch lieber direkt ein eigener dedizierter Server auf dem man sich nach Lust und Laune austoben kann? Die Art und Weise wie heute Blogs, E-Commerce Plattformen und statische Websites gehostet werden hat sich in den letzten Jahren sehr stark verändert.

Als ich mit meinem Blog gestartet bin lief dieser beispielsweise auf einem ganz klassischen Webspace. Hier teilst Du Dir einen Server mit vielen anderen Kunden und hast praktisch keinerlei Möglichkeiten der Individualisierung, also wenn Du eine eigene Software oder spezielle Konfiguration benötigst. Das krasse Gegenteil hierzu ist ein eigener Server, auf dem Du praktisch alles installieren und machen kannst, dafür aber auch für die Sicherheit und den Betrieb verantwortlich ist. Jede Variante hat Vorteile, aber auch Nachteile. Cloudways geht nun mit der eigenen Hosting Plattform eine Art Mittelweg und versucht die Vorteile eines eigenen Servers zu nutzen und dabei gezielt die potentielle Nachteile zu eliminieren.

In der folgenden Artikelserie beschreibe ich Dir die Vorteile und Funktionsweise von Cloudways und zeige Dir Schritt für Schritt wie Du dein System aufsetzt.

Inhaltsverzeichnis dieser Artikelserie

Cloudways Account anlegen

Nachdem ich im ersten Teil dieser Artikelserie auf die Funktionsweise und die Vorteile von Cloudways eingegangen bin, möchte ich Dir nun zeigen, wie Du im Handumdrehen ein System samt Magento als Anwendung aufsetzen kannst. Die Basis für ein System ist ein eigener Account. Du musst Dir also im ersten Schritt ein Benutzerkonto bei Cloudways anlegen, welches übrigens mit keinerlei Kosten oder sonstigen Verpflichtungen verbunden ist. Wenn Du Dich nur einmal umsehen und etwas herumexperimentieren möchtest, ist das bei Cloudways problemlos möglich. Ist doch ganz nett nicht die Katze im Sack zu kaufen, sondern sich zuerst von den Leistungen zu überzeugen 😉

Um mit der Registrierung eines Benutzerkontos zu starten, gehe im ersten Schritt auf https://clickngo.cloudways.com/signup/ und hinterlege Deine E-Mail Adresse sowie ein selbst zu definierendes Passwort. Anschließend klickst Du auf Create My Account, somit ist Dein Benutzerkonto erfolgreich registriert und angelegt. Natürlich unter der Voraussetzung, dass keine Fehler auftauchen (sollte nicht passieren, außer Du verwendest eine bereits im System hinterlegte E-Mail Adresse).

cloudways-1

Der Registrierungsprozess dauert wenigeir als eine Minute.

 

Parallel zur Erfolgsmeldung erhälst Du von Cloudways eine Willkommens E-Mail mit ein paar weiteren Informationen, die Du auch recht schnell archivieren oder löschen kannst 😉
Die erste Hürde ist jetzt genommen und wir können jetzt mit der eigentlichen „Arbeit“ beginnen – Yeha!

Cloudways Server anlegen

Der Account steht, jetzt wollen wir auch ein System bei Cloudways aufsetzen. Gehe hierzu auf https://www.cloudways.com/en/login.php?lang=en und melde Dich mit Deinen Benutzerdaten an. Hat der Login geklappt, wirst Du ins Benutzerkonto weitergeleitet. Das Benutzerkonto ist die zentrale Anlaufstelle für Rechnungen, Vertragsdaten, News von Cloudways etc. So wie bei jedem Hoster hat Cloudways auch einen entsprechenden organisatorischen Bereich, innerhalb dessen Du Deine persönlichen Daten verwalten und Rechnungen downloaden kannst. Dieser Bereich soll uns in diesem Moment jedoch weniger interessieren, wesentlich interessanter ist am oberen Bildschirmrand der Button Application Console, auf den Du nun bitte klickst.

cloudways-2

Das Benutzerkonto von Cloudways wirkt aufgeräumt und simpel.

 

Die Application Console ist die zentrale Anlaufstelle, wenn es um die Verwaltung der Server bzw. Anwendungen geht. Zukünftig kannst Du direkt über den Link https://clickngo.cloudways.com/ auf die Application Console zugreifen und musst nicht den Umweg über das Benutzerkonto gehen. Das spart zum einen Zeit, aber auch unnötige Klicks. Die Application Console zeigt Dir alle angelegten Systeme und deren Status an. In Deinem Fall sollte die Ansicht nun komplett leer sein. In meinem Fall nicht, denn ich habe bereits zwei Systeme angelegt, von denen Du Dich aber jetzt nicht irritieren lassen solltest.

cloudways-3

Die Übersicht der angelegten Systeme

 

Um ein neues System anzulegen, klicke auf den Link Create a new server, welcher sich in der oberen Bildschirmhälfte befindet. Daraufhin kommen wir zum spannenden Teil, denn jetzt geht es um die Einstellungen und Rahmenparameter Deines Systems. Als erstes fragt Dich Cloudways, bei welchem Cloud Dienst Du Dein System betreiben möchtest.

Aktuell stehen folgende Anbieter zur Auswahl:

  • DigitalOcean
  • VULTR
  • Amazon web services
  • Google Compute Engine

An dieser Stelle möchte ich gar nicht erst einen potentiellen Glaubenskrieg starten. Jeder Anbieter hat Vorteile, aber auch Nachteile. Die Leistungen unterscheiden sich je nach Anbieter, z.B. durch die SLAs, aber auch die Serverstandorte. Für welchen Cloud Dienst Du Dich entscheidest, hängt immer von den Anforderungen des Systems bzw. der Anwendung ab. Eine pauschale Aussage a la „DigitalOcean ist immer Mist“ kann daher nicht getroffen werden. Ich für meinen Teil habe mit DigitalOcean einen für meine Bedürfnisse ganz guten Anbieter gefunden, da dieser kleinere System mit einem sehr guten Preis- Leistungsverhältnis anbietet. Im Zweifelsfall kannst Du auch einfach die jeweiligen Cloud Anbieter testen. DigitalOcean rechnet die ersten 14 Tage nicht ab, bei VULTR, amazon und Google sind die ersten 3 Tage kostenlos. Ein Test ohne Kostenfalle ist daher problemlos möglich.

Nachdem Du Dich für einen Cloud Dienst entschieden hast, ich wähle exemplarisch DigitalOcean, wirst Du nach der Applikation gefragt, die Du betreiben möchtest. Auch hier bietet Cloudways eine Auswahl an möglichen Systemen an:

  • WordPress
  • PHP Stack
  • Magento
  • Prestashop
  • Joomla
  • Drupal
  • Moodle
  • SugarCRM
  • Media Wiki
  • Koken

Sollte Deine Anwendung nicht dabei sein, ist das nicht tragisch. Für diesen Fall gibt es die Auswahl „PHP Stack“, denn hierbei geht Cloudways von einer selbst entwickelten PHP Anwendung aus. In meinem exemplarischen Beispiel möchte ich ein Magento System betreiben, weswegen ich Magento auswähle. Cloudways unterstützt Magento 1 und Magento 2, letzteres ist meine Wahl, immerhin möchte ich mit einem aktuellen System starten 😉

cloudways-4

Cloudways bietet verschiedene Cloud Dienste und Anwendungen an.

 

Sofern Du den Cloud Dienst und die zu installierende Anwendung gewählt hast, musst Du Dich für die technischen Details Deines Systems entscheiden. Oder einfach gesagt: Wie viel Power soll Dein System haben. Du kannst die Leistung auf zwei Wege ermitteln: Entweder gibst Du die voraussichtlichen PageViews/Monat ein, oder Du klickst auf „I know my server size“ und wählst, im Falle von DigitalOcean, die Höhe des RAMs. Die Höhe des RAMs hat zusätzlich eine Auswirkung auf die CPU und den Datentransfer. Die Gruppierung der Systemleistung unter der Option „RAM“ ist also etwas unglücklich gewählt, denn letztendlich definierst Du über den RAM nicht nur den Arbeitsspeicher, sondern die komplette Systemleistung.

cloudways-5

Der RAM definiert, im Falle von DigitalOcean, Dein komplettes System

 

Last but not least musst Du den Standort des Rechenzentrums wählen. DigitalOcean betreibt unter anderem ein Rechenzentrum in Frankfurt. Wichtig ist ein Rechenzentrum in dem Land zu wählen, aus denen Deine Besucher kommen. Betreibst Du einen internationalen Magento-Shop, bei dem die Besucher aus den USA stammen, solltest Du ein amerikanisches Rechenzentrum wählen. Cloudways bietet Dir jederzeit die Möglichkeit, das System in ein anderes Land zu „verschieben“. Du bist bei der Wahl des Rechenzentrums also nicht lebenslang gebunden, sondern kannst dieses bei Bedarf wechseln.

Gratulation! Hast Du die oben beschriebenen Auswahlen getroffen, kannst Du über den Button Launch das System initialisieren. Neben dem Button siehst Du zusätzlich die finalen Kosten pro Stunde bzw. pro Monat. Du musst bei Cloudways das System nicht den ganzen Tag online haben, was beispielsweise bei einem Entwicklungsserver Sinn macht, denn nachts wird geschlafen und nicht entwickelt (… oder auch nicht 😉
Wenn Dein System aber, wie in meinem Fall, 24:7 online ist, benötigst Du ebenso eine Info über die monatlichen Kosten, welche transparent aufgeschlüsselt werden.

Warten & durchstarten

Nachdem Du auf Launch geklickt hast, wird das System jetzt aufgesetzt. Das dauert in der Regel wenige Minuten und ist anschließend komplett einsatzbereit.

cloudways-6

Das Setup des Systems dauert wenige Minuten

 

Sobald das System verfügbar ist, ändert sich diese Anzeige und Du kannst auf den Link Manage Server klicken, um das System zu administrieren.

Fazit

Das Setup eines neuen Systems geht, wie Du innerhalb dieses Beitrags gesehen hast, relativ einfach. Es sind wenige Klicks notwendig und die abgefragten Rahmenparameter halten sich in Grenzen. Du kannst in wenigen Minuten Systeme aufsetzen, kopieren, herunterfahren und auch in der Leistung anpassen. Wie die Arbeit mit dem nun aufgesetzten System im Detail funktioniert und welche Möglichkeiten Cloudways bietet, möchte ich Dir im nächsten Beitrag dieser Artikelserie vorstellen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.