Ein Blick über den Tellerrand: Responsive OXID Framework

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Auch wenn ich mich thematisch sehr gerne in der Magento, Shopware und Conversion-Optimierung Ecke aufhalte, so gefällt mir ab und zu der berühmt berüchtigte Blick über den Tellerrand. Tatsächlich erhalte ich unregelmäßig Anfragen über diesen wunderschönen Blog, ob ich nicht auch einmal etwas zu Thema XYZ schreiben könnte, oder was ich denn von ABC halte. Daraus ergeben sich oft ganz spannende Ideen für Beiträge und Themen, aktuell bin ich beispielsweise an einem etwas ausführlicheren Bericht zu oroCommerce dran, hierzu aber in Kürze mehr.

Vor einigen Wochen ist in meiner Postbox eine E-Mail mit dem Stichwort OXID aufgeschlagen. Thema: OXID vs. Magento, speziell in Bezug auf Designs bzw. Themes. Bei Magento ist es eigentlich relativ einfach, sollte man von Haus aus kein eigenes Design entwickeln wollen (Budget, Komplexität, Zeitdruck – die Klassiker eben), auf eine vorgefertigte Lösung zurückzugreifen. Speziell auf Themeforest gibt es eine Vielzahl an Magento Templates, die zum Teil auch qualitativ recht gut sind. Magento-Entwickler mögen mich an dieser Stelle schlagen, aber gerade das Ultimo Theme (http://ultimo.infortis-themes.com/demo/select-demo/) ist sowohl von der Optik, aber auch von den Backend-Möglichkeiten sehr umfangreich.

Auch wenn Magento an dieser Stelle unzählige Möglichkeiten hat: Nicht jeder Shop-Betreiber setzt auf Magento und da wären wir wieder bei der Anfrage, wie denn in der OXID Welt das Thema „Design“ aussieht und ob es Sinn macht, speziell unter diesem Aspekt, bei einem neuen Projekt auf OXID zu setzen.

OXID ungeschminkt

Die wichtigste Frage vorab ist, sind wir doch einmal ehrlich, der Bedarf. Benötigt man bei einem OXID-System ein Theme, Design bzw. Templates (oder wie man auch immer die Ansammlung von gestylten CSS, HTML und PHP Dateien nennen mag), oder bekommt man im Standard etwas vernünftiges auf die Beine gestellt?

Ohne den Hauch eines Vorwurfs: Bei OXID hat man letztendlich als Shop-Betreiber exakt die selbe Situation wie beispielsweise Shopware Shop-Betreiber. Der Standard sieht ganz nett aus, eignet sich aber nicht für ein professionelles E-Commerce. Man MUSS daher mit einem eigenen Design an den Markt gehen, da der Standard nicht konsequent Usability Best Practices verfolgt und in der Regel für die anvisierte Zielgruppe nicht optimal ist.

Eine mögliche Lösung: Zoxid Responsive OXID Framework

Bei dem Aufbau eines OXID Shops steht man daher vor ähnlichen Herausforderungen. Nachteilig, hier der direkte Vergleich zu Magento, ist die fehlende internationale Verbreitung von OXID, weswegen auf großen Plattformen wie Themeforest keine OXID Templates bereitgestellt werden. Die Suche nach einem geeigneten Template ist meiner Meinung nach daher weitaus schwieriger und langwieriger als bei Magento (Shopware hat hier meiner Meinung nach übrigens die selben Herausforderungen wie OXID, da auch bei Shopware die internationale Verbreitung so gut wie nicht existent ist). Das ist vielleicht auch der größte Unterschied zwischen Magento und OXID: Aufgrund der stärkeren Verbreitung ersterer Lösung, ist die Auswahl eines Themes „einfacher“, da die Auswahl einfach größer ist.

Nach etwas Recherche im Internet bin ich auf die Lösung eines OXID Partners namens „Responsive OXID Framework“ gestoßen, die auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck hinterlässt. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich bei dieser Lösung wohl eher um ein Framework, als um ein fertiges Design. Basierend auf diesem Framework stehen mehrere Ausprägungen zur Verfügung. Man hat also die freie Wahl, die grundlegende technische Basis ist jedoch identisch.

Die groben Eckdaten des Responsive OXID Framework klingen auf den ersten Blick sehr gut:

  • Responsive Design mit mobile first Ansatz (Smartphone, Tablet, Desktop)
  • jQuery als JavaScript Bibliothek
  • Basiert auf Bootstrap
  • Verwendung von LESS

Setzt man ausschließlich die technische Brille auf, so muss sich das Framework auch nicht vor „zeitgemäßeren“ Lösungen verstecken. Speziell die Verwendung von Boostrap dürfte vielen Frontend-Entwicklern Tränen in die Augen treiben, da es bei der täglichen Arbeit doch viel „unnötige“ Zeit erspart und von Haus aus einfach einiges mitbringt.

Setzt man die technische Brille wieder ab und bewertet das Design rein nach der Optik, so stellt dies ebenfalls eine deutliche Verbesserung gegenüber dem OXID Standard Design dar. Der Ansatz von Zoxid besteht aber nicht in der Bereitstellung eines „fertigen“ Designs, viel mehr erhält man eine Basis auf der man sehr gut aufsetzen und eine eigene Optik erstellen kann. Von Haus aus werden verschiedene Endgeräte beim Design bedacht, die Nutzung des Templates per Smartphone oder Tablet ist also gar kein Problem. Bei der Anordnung der Elemente, sprich dem Layout, orientieren sich die Entwickler am dem „klassischen“ OXID Design, man findet sich also sehr schnell zurecht.

Übrigens: Die Performance spielt im E-Commerce, ich kann mich an dieser Stelle nur erneut wiederholen, eine enorm wichtige Rolle. Egal ob man die Conversion-Rate betrachtet, oder in den organischen Suchmaschinenplatzierungen nach oben möchte: Es steht und fällt mit der Performance. Umso erfrischender ist die Tatsache, dass das Responsive OXID Framework von Zoxid „out of the box“ sehr gut daher kommt, nämlich mit weniger als 1MB (bezogen auf die Startseite) und einer Ladezeit von ca. 1 Sekunde (hängt aber auch vom Hosting ab 😉

Unbenannt

Das Pingdom Ergebnis ist bei diesem Design sehr gut

 

Fazit

Zugegebenermaßen ist bei OXID die Auswahl an fertigen Designs, speziell im Vergleich zu Magento nicht ganz so groß. Das Responsive OXID Framework macht jedoch einen sehr guten Eindruck und stellt, soweit ich das anhand der verwendeten Technologien und des Codes beurteilen kann, eine solide Basis dar, auf der sich sehr gut entwickeln lässt.

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